Mittwoch, 27. Februar 2013

Sightseeing Japan: Cup Noodle Museum

Letztes Wochenende war ich mit meiner Gastfamilie im Cup Noodle Museum in Yokohama. Das Ganze ist fast eher ein kleiner Freizeitpark, als ein Museum. Oder es ist ein typisch japanisches Museum. Dafür muss ich erstmal andere Museen zum vergleichen haben. ;-)

Auf jeden Fall war es ein toller Ausflug und das Museum hat einige Besonderheiten, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Cup Noodle Museum

Das Cup Noodle Museum ist ein riesiges Gebäude am Hafen von Yokohama. Es öffnet um 10 Uhr und da wir an einem Sonntag dort waren sind wir zu 10 Uhr dort gewesen, damit wir die Menschenmassen umgehen. Entweder dies hat überhaupt nicht geklappt oder später wäre es noch voller gewesen. Schwer zu beurteilen. "Viele Menschen" hat sowieso in Japan eine ganz neue Bedeutung bekommen, wenn man mal zur Rush Hour mit der U Bahn fährt. Man fühlt sich wie ein Hering in einer Dose. So ähnlich war es auch, als wir am Museum ankamen.


Wir waren natürlich nicht die ersten und die freundlichen Mitarbeiter hatten vor dem Museum mit Bändern und Hütchen eine Schlange aufgebaut und zeigten einem freundlich, wo man sich hinstellen muss. Dabei gab es das Museumsprogramm zu lesen und eine Mitarbeiterin mit einem Mikro erzählte irgendetwas über die Dinge, die man dort erleben kann. Im Gebäude ging es dann nochmal genau so weiter. Lange Schlangen. 
Wie damals in Disney Sea...
Allerdings ging es dann dank der vielen Mitarbeiter und der durchorganisierten Japaner ziemlich schnell. Und los ging es: Ab ins Cup Noodle Abenteuer!

Zunächst schauten wir in einem Kino einen Film über den Erfinder der Cup Noodles: Momofuku, Andou. Ich bekam sogar eine englische Übersetzung ins Ohr und bin nun Cup Noodle Experte! =)
Und damit ihr heute auch noch etwas lernt die Kurzzusammenfassung:

Momofuku erfand zunächst Instant Ramen. Er wollte den Menschen Ramen geben, die sie schnell Zuhause zubereiten können und nicht erst den Teig fertig machen müssen. Die Frage war nur: Wie bekommt man die Nudeln haltbar??? Er grübelte ewig und sah dann seine Frau Tempura machen (Dinge frittieren). Nach einigen versuchen war klar: Frittierte Nudeln halten lange, da sie ihr Wasser abgeben und bei erneuter Wasserzufuhr wieder aufnehmen. 1958 war Chicken Ramen geboren.

Später wollte Momofuku den amerikanischen Markt erobern (bzw. wie es im Film so schön hieß: Er wollte allen Menschen die Möglichkeit zum schnellen Ramenerlebnis geben). Es stellte sich aber heraus, dass die Amerikaner das Produkt unpraktisch fanden. Man braucht eine Schüssel und Stäbchen. Beides hat man z.B. auf der Arbeit in Amerika nicht vor Ort (oder eher selten). Und wieder: Momofuku sah einen Amerikaner Kaffee trinken und tadaa, die Idee war geboren: Cup Noodle! Alles fertig im Becher. Man braucht nur heißes Wasser und kann die Nudeln dann mit einer Gabel essen. 1971 gab es dann die ersten Cup Noodles.

Etwa um 2000 rum erfand Momofuku im stolzen Alter von 95 (ich hoffe das ist so richtig, es waren vieeeele Informationen auf einmal) den Space Ramen! Nie gehört? Ich auch nicht. Aber Space Ramen ist ein Essen für Astronauten, dass genau wie Cup Noodles schmeckt und auch bei Schwerelosigkeit essbar ist. Und wieso das alles? Genau! Momofuku wollte, dass wirklich ALLE Menschen seine Cup Noodles essen können.

So, die Unterrichtsstunde ist vorbei. Weiter gehts!

Nach dem Kinofilm sah man nochmal detailliert an den Museumswänden die Geschichte der Cup Noodles (leichtes Déjà-vue) und man konnte Fotos mit Momofuku, einem riesiges weißen Cup Noodle Exponat und anderen Dingen machen. Muss ich noch sagen, dass diese Möglichkeit von VIELEN Menschen vor Ort genutzt wurde? 


Zudem war eine RIESIGE Wand mit ALLEN Cup Noodles aufgebaut, die es in der Geschichte gab. Am Ende taucht sogar Maggi auf. Scheint mit der Firma Nissin (Momofukus Firma). Und Kirschblüten Cup Noodles habe ich auch gefunden! =D







Das Beste kommt zum Schluss: My Cup Noodle Factory!!!


Für 300Yen kann man sich seinen eigenen Cup Noodle zusammen stellen. Das Ganze ist wie eine kleine Fabrik aufgebaut und natürlich mussten wir erstmal anstehen. Zwischen den einzelnen Schritten übrigens auch jedes Mal... Gelohnt hat es sich aber wirklich! Es war sehr lustig und ich freue mich schon darauf meinen Cup Noodle Becher zu essen. Natürlich mit Kirschblüten drauf... =)

Aber hier mal der Ablauf im Detail:
1. Schritt: Becher kaufen und Hände desinfizieren.
2. Schritt: Einem Platz zugewiesen bekommen und seinen Becher bemalen. Alle Leute, die hier zu sehen sind malen gerade! Yay!Leider habe ich kein gutes Foto von meinem Kirschblütenbecher. Der bunte, der später zu sehen ist, ist für meinen Mann. =)


3. Schritt: Becher abgeben und an einer Kurbel drehen. Richtig gelesen! Nun bekommt man die wichtige Aufgabe den Becher durch eine Kurbel einmal um 180° zu drehen, sodass die Nudeln mit dem Becher umgedreht werden. Schaut selbst:


4. Schritt: Die Zutaten!!! Zunächst wählt man eine Soße: Original, Curry, Seafood oder Chili-Tomate. Dazu kann man sich vier Zutaten auswählen. Meine Kombi: Original, Garnelen, Ei, Knoblauchchips und Mais. Meinem Mann habe ich kleine Herzen aus Fisch dazu getan. Die sieht man leider auf dem Foto nicht.


5. Schritt: Verpacken. Oder eher verpacken lassen. Erst wird der Deckeln versiegelt, dann kommt meine Plastiktüte um den Becher, der danach durch einen Miniofen wandert. Darin schrumpft die Plastiktüte und schmiegt sich eng an den Becher an. FERTIG!!!


















 Und weil man so einen Becher nicht einfach in seine Tasche packen kann und die Japaner es lieben unnötigen Müll zu produzieren wird der Becher noch einzeln in eine Tragetasche gelegt, die dann aufgepustet wird. So ist der Becher in der Mitte gefangen und man läuft mit der Werbung für das Museum durch die Stadt.












Langer Bericht viele Fotos, aber ihr habt sogar etwas über Momofuku gelernt. Holt euch erst einmal eine Packung Instant Ramen oder gleich ein Cup Noodle und denkt darüber nach wieviel Arbeit in so einem Becher steckt (vorallem, wenn man ihn selbst bemalen muss... *g*).

Und was sagt ihr: Wäre das ein Museum für euch? Oder wart ihr schon einmal dort? Mögt ihr Cup Noodle und wenn ja welche?

Ich habe in meiner Schulzeit z.B. Yum-Yum Nudeln trocken geknuspert... =)

Eure Kirschblütenfee

Montag, 25. Februar 2013

Shopping Nippon: APITA

Damit hier alles übersichtlich bleibt gibt es heute wieder eine neue Serie: Shopping Nippon. Der Name sagt schon alles, also direkt zu meinem ersten Shoppingabenteuer:

APITA

Apita ist ein Einkaufzentrum mit vielen Geschäften. Im Vergleich zu vielen tokioter Malls ist Apita klein, aber für meinen ersten Ausflug ganz allein war es genau richtig. Von meinem Zuhause muss man etwa 20 Minuten laufen, dann ist man da. Mich nicht zu verlaufen war da schon die erste Herausforderung...



Ich bin sofort in einem extrem vollgestopften Laden hängen geblieben, der alle möglichen kawaii und sonstigen ausgefallenen Dinge hatte. Und von einem Teil bin ich einfach nicht weg gekommen: FREDERICK!!!!


Ich fasse es nicht, dass sie Frederick die Maus in Japan haben! Allerdings heißt Frederick dort Leo. Die Maus ist übrigens eine Hülle für PASMO Karten (also diese Karte, die ich habe, mit der man Bahn und Bus fahren kann. Man schiebt sie hinten rein und oben ist ein Reißverschluss. Wenn man diesen öffnet kann man in Frederick auch Geld oder sein Handy packen. Dazu hat er am Kopf eine Schnur, die sich automatisch wiedre einrollt. So kann man ihn an einer Tasche festmachen und dann, wenn man die Karte an den Sensor halten muss, einfach dran ziehen. Leider habe ich schon so eine Hülle (allerdings in schlicht) und deswegen habe ich außer der Begründung "süß" keinen guten Grund Frederick zu kaufen. Zumal er etwa 15€ kostet.
Es gab auch noch andere tolle Hüllen! Unter anderem Schaun das Schaf, die Koara no machi Bären (diese kleinen Koala Süßigkeiten, gibt es auch in Deutschland zu kaufen!) und viele viele andere...




Über die Koara no machi Bären (also die zum Essen) wird es auch nochmal einen extra Eintrag geben! =)

Nurz etwas zu den Toiletten: In Japan sind diese immer blitzeblank und fast immer (also z.B. auch auf Autobahnraststätten) elektronisch. Heißt: Die Brille ist beheizt, das Klo macht Geräusche (um die eigenen zu übertönen), man kann sich häufig sogar den Hintern mit einer integrierten Düse sauber duschen lassen. Alles vollautomatisch. Die Düse gab es hier nicht, jedenfalls habe ich sie nicht gesehen. Dafür aber einen Kindersitz (sieht man hier nur halb), Desinfektionsmittel, vier Klopapierrollen und das Beste: Eine Halterung für Babys und Kleinkinder. Wirklich eine tolle Sache, die es in Japan überall gibt. Kind rein und schon hat man die Hände frei. Wunderbar.




Irgendwann später bin ich in der Spielpassage angekommen und habe dort gestaunt, was dort alles für Maschinen standen. Ich war an einen Samstag Vormittag dort, deshalb sind sehr viele Kinder vor Ort. Überall bimmelte und klingelte es und ich stand erst einmal kurz außerhalb, um einen groben Überblick über das kleine Wunderland zu gewinnen.






Und dann sah ich es: Eine Maschine mit Miniessen, ähnlich dem aus dem KirschblütenWunderland! Ich versuchte mein Glück aber stellte mich so doof an, dass der Junge neben mir sich nur schwer ein kichern unterdrücken konnte.












Und hier die Ausbeute des Tages. Allesamt Schnäppchen! Die Kirschblütenteetassen haben z.B. jeweils nur 100 Yen (ca. 80cent) gekostet. 


Ganz viel Kirschblüten Dinge (davon kann ich nie genug bekommen) und kleine Radiergummies, die wie Essen aussehen. Dazu Stempel (oben rechts).

Erste Shoppingtour erfolgreich gemeistert!

Nun habe ich gehört, dass der größte 100 Yen Shop Japans hier ganz nah ist. Da muss ich dringend auch hin! =D

Eure Kirschblütenfee

Sonntag, 24. Februar 2013

Muschibrot, Mabobakka und wieso ich Binbo bin. Lost in Translation...

Ich spreche bis jetzt nur ein wenig Japanisch und meine Gastfamilie eigentlich nur Japanisch, ein paar Wörter Englisch. Da ergeben sich immer wieder lustige Situationen, in denen wir unsere Sprachen kombinieren und dann neue Dinge entstehen. Und manchmal bin ich auch einfach nur Lost in Translation...


Muschibrot:

Wir haben uns im Supermarkt ein Brot mitgenommen, dass ganz, ganz fluffig und weich ist. Irgendwie süß und Ei ist anscheinend auch drinnen. Ich war ganz begeistert und fragte, wie es heißt. Antwort: Muschipan.
Ich: Muschipan??? Verwirrter Blick von meinen Gasteltern...

Pan heißt Brot und während ich mich wie ein Kind amüsierte, dass ich gerade Muschibrot esse, versuchte ich ihnen zu erklären, was Muschi in Deutsch bedeutet. Als das Ganze aufgeklärt war lachten sie mit und irgendwie kommen wir immer wieder auf das Muschipan zurück. 


Vom Namen abgesehen: Das "Brot" (irgendwie ist es eher wie ein Kuchen, ähnlich einem Briosche) ist SEHR lecker. Falls ihr irgendwie rankommen solltet: Zugreifen! =)


Mabobakka:

Mabodohfu ist auch etwas ganz Leckeres. Ganz weichen Tofu in große Stücke schneiden. Das gemixt mit Hack, Ingwer, Zwiebeln in einer leckeren Soße. Mjam. Nachdem ich erklärt hatte, dass dohfu (gesprochen doof) in Deutsch doof/dumm bedeutet, sagt jetzt die ganze Familie nur noch Mabobakka zu dem Essen. Bakka ist Japanisch für doof/dumm und eine Beleidigung. Deswegen amüsieren sie sich immer wieder, wie ich beim Muschipan.



Binbo:

Gerade muss ich einiges an Geld ausgeben. Vorallem meine Pasmokarte macht mich arm. Diese Karte ist auf mich ausgestellt und hat meinen Weg zur Arbeit gespeichert. Dann muss ich morgens im Bus und in der U Bahn einfach nur die Karte an einen Sensor halten und muss nicht jedes Mal ein Ticket bezahlen. Sehr praktisch! Allerdings musste ich nun für diesen Monat komplett im Voraus bezahlen. Satte 23.000 Yen. Das sind etwa 187€. Nur für einen Monat. Und nur diese Strecke hin und zurück. Bzw. die Bahnen sind nur für diese Strecke beinhaltet. Ich darf aber alle Busse der "Blue Line" fahren. Da es aber zig unterschiedliche Gesellschaften gibt bringt einen das nicht unbedingt weiter. 

Transport ist in Japan sehr teuer. Dafür fahren die Busse und U Bahnen aber auch immer absolut pünktlich und vorallem alle paar Minuten. Aber zurück zum Wort. Nachdem ich die Pasmo Karte bezahlt habe, wollte ich sagen, dass ich nun arm bin. Meine Gastmama erklärte mir, dass arm "binbo" heißt. Ob der Ausspruch "Ich bin doch nicht dein Binbo!" irgendwie damit zusammen hängt weiß ich nicht. Passen tut es allerdings ein bisschen.


Japanisch ist bzgl. der Grammatik nicht unbedingt schwer, allerdings sind die vielen neuen Wörter eine Herausforderung. Allerdings auch sehr interessant. Gestern habe ich das erste Mal japanisch gedacht. Heißt: Ich suchte nach einer Toilette und dachte: Toiret ha doku desu ka? Und dann fragte ich dies eine Verkäuferin. Ich glaube, wenn ich nun anfange japanisch zu denken, dann werde ich sicherlich auch schnell die Sprache lernen und immer besser sprechen können. Ich hoffe es zumindest. Und währenddessen esse ich glücklich mein Muschibrot.


Eure Kirschblütenfee

Morgen gibt es den Bericht von meinem Shoppingabenteuer!

Samstag, 23. Februar 2013

Durstig durch Japan: Pepsi Special

Heute starte ich die Serie "Durstig durch Japan".
Wie bereits angekündigt, liebe ich es neue Dinge auszuprobieren. Dies bezieht sich vor allem auf Essen und Trinken. Es wird auch eine "Hungrig durch Japan" Serie geben, da muss ich allerdings noch sammeln.

Heute starte ich die Serie mit einem Getränk, dass ich zufällig im Supermarkt mitgenommen habe und keine Ahnung hatte, was es genau ist:

Pepsi Special

Bei meiner letzten Japanreise bin ich (obwohl ich sonst keine Colagetränke trinke) leicht abhängig von Pepsi NEX geworden. Keine Ahnung wieso, aber diese Cola schmeckte mir einfach sehr gut. Deswegen habe ich bei meinem heutigen Shopping Abenteuer (Bericht folgt) nach Pepsi NEX gesucht. Leider war diese nur noch als Pepsi NEX Zero erhältlich. Direkt daneben stand allerdings Pepsi Special. Was genau daran special ist war mir ein Rätsel und meine Japanischkenntnisse reichen noch nicht für die vielen Zeichen auf der Flasche. Überraschungspepsi: Super!!! =D

Ab in den Korb und draußen sofort ein Schlückchen probiert. SEHR LECKER! Eigentlich genauso wie Pepsi NEX. Dennoch, die Frage bleibt: Weshalb Special? Und teurer war sie auch...

Nach einer Google Suche bin ich mir nicht sicher, ob ich das Getränk nun gut oder schlimm finden soll.
Diese Pepsi ist nämlich nur in Japan zugelassen. Aus gutem Grund: Es ist eine spezielle Abnehmpepsi, der Dextrin zugesetzt wurde und irgendwie verhindern soll, dass das aufgenommene Fett in den Körper eingebaut wird. Das Ganze wird von der japanischen Regierung gefördert, allerdings gibt es keinerlei Langzeituntersuchungen zum Produkt. Hört sich gruselig an. Ich glaube ich suche einfach nochmal Pepsi NEX. Schmeckt genauso und ist nicht ganz so dubios. Zudem billiger.
Aber eine Erfahrung war es definitiv. Pepsi die schlank machen soll... XD

Über Kommentare freue ich mich natürlich immer!
Würdest du Pepsi Special häufiger trinken? Wie findest du das Konzept?

Deine Kirschblütenfee

Den nächsten Eintrag darfst du nicht verpassen! Der Titel: "Muschibrot, Mabobakka und wieso ich Binbo bin. Lost in Translation..."


Freitag, 22. Februar 2013

Endlich da!

Nun sitze ich endlich in Japan. Die Beine unter dem warmen Kotatsu (ein Tisch mit Decke, unter dem eine kleine Heizung angebracht ist). Es ist der erste Tag in Japan und Fuji-san hat mir schon einen Guten Morgen gewünscht. Er ist heute nämlich gar nicht schüchtern und zeigt sich ganz deutlich.


 Der Flug war sehr anstrengend. Erstmal nach Frankfurt. Von dort aus 6 Stunden nach Abu Dhabi und von dort nochmal 9 Stunden nach Tokyo Narita. Da tut der Hintern doch schon ziemlich weh. Aber in Abu Dhabi wird man zwischendurch mit einem tollen Flughafen belohnt:

 

Gestern war ich für nicht viel zu gebrauchen. Auf dem Weg vom Flughafen sind wir mit dem Auto noch ein wenig durch Tokyo gefahren und dann ab nach Hause! Dort gab es ein leckeres Willkommensessen mit Mabodofu (ich hoffe das schreibt man so). Tofu in einer Hack, Ingwer und Zwiebeln-Sauce. Soooooo lecker! Die anderen Dinge natürlich auch! Das japanische Essen trifft einfach genau meinen Geschmack . =)

Eben war ich eine Stunde lang mit meinen Gasteltern spazieren, quer durch unsere riesige Siedlung. Dazwischen haben wir noch Kaffee getrunken, er wurde glücklicherweise mit Keksen gereicht. Ich trinke nämlich gar keinen Kaffe und war froh, dass ich die süßen Kekse als Geschmacksgeber hatte. Ich hatte mir vorgenommen wirklich alles zu essen und zu trinken, was ich in Japan angeboten bekomme. Also auch den Kaffee. Typisch, das das Einzige, was mir bisher hier nicht geschmeckt hat das war, was es auch in Deutschland gibt.

Meine Gastmama hat genäht. Und zwar einen Beutel für mich und einen für meine Freundin Judith, die bald zu Besuch kommt. Judith: Rechts das ist dein Beutel! =D


So, das war es für heute. Ich muss weiter alle Eindrücke aufsaugen und erstmal richtig ankommen. Bis bald!

Eure Kirschblütenfee

Sonntag, 17. Februar 2013

Ich packe meinen Koffer...

Nun sitze ich mit meiner ewig lange Packliste und nur einem Koffer da. 30kg dürfen sogar mit, da ich mit Etihad fliege. Aber wie soll ich meinen Kram für 3 Monate in einen Koffer bekommen?

Es dröhnt Musik durch die Wohnung:


Gastgeschenke machen wohl den Großteil des Gepäcks aus. Haribo, Schokolade, Wurst in Dosen (das war ein Wunsch!), Tee, HSV Fanartikel, ein Sprachspiel und vieles mehr. Meine Erfahrung von meiner letzten Japanreise: Man kann nie genug Gastgeschenke dabei haben!

Dann muss ich viele Klamotten einpacken, da ich einfach zu groß für japanische Mode bin. Sogar meine Füße! Auf der Suche nach einem Paar in 40 habe ich letztes Mal irgendwann aufgegeben. Also muss alles mit. Für kaltes Wetter, für warmes Wetter, für nasses Wetter, für den Strand...

Der Koffer wird immer kleiner und die Berge an Dingen, die mit müssen, immer größer.
Glücklicherweise habe ich Plastiktüten, denen man mit dem Staubsauger die Luft entziehen kann. Dadurch wird es zwar nicht leichter, aber nimmt viel weniger Platz weg. Gerade beim Petticoat Gold wert.

Was definitiv nicht fehlen darf: Mein Nackenkissen von Tschibo (nicht mit Luft, sondern ganz vielen kleinen Kügelchen gefüllt, sodass es super weich ist), die Mini-Taschenlampe von meiner Freundin (falls mal wieder Stromausfall durch ein Erdbeben ist stehe ich so nie im Dunkeln), der Musikmix von meinem Mann (wie als wir uns kennen lernten: Meine Liebelingslieder gesammelt... hach), mein knallroter Lippenstift und eine Auswahl von meinem KirschblütenWunderland Schmuck. Mit all diesen Dingen werde ich mich sofort Zuhause fühlen. =)



Reisepass, Flugtickets, Bahntickets, etc. darf natürlich auch nicht vergessen werden...

Und Takeshi, unser Kater, möchte auch gern mit.


Morgen ist meine Masterarbeit fertig gedruckt und wird abgegeben. Und Dienstag geht es los. Erst nach Essen, dann Mittwoch früh nach Frankfurt und dann über Abu Dhabi nach Tokyo Narita.  

Wenn ich angekommen und einigermaßen klar im Kopf bin, melde ich mich wieder!


Eure Kirschblütenfee

Samstag, 9. Februar 2013

Wie ein Phönix aus der Asche...

Das Erdbeben und v.a. der daraus resultierende Tsunami richteten 2011 großen Schaden in Japan an. Ich war zu diesem Zeitpunkt dort und habe deshalb eine besondere Beziehung zu diesem Ereignis und dem Land.

Über die Ereignisse und Folgen wurde viel geschrieben und deshalb soll es hier nicht darum gehen.

Vielmehr geht es um ein Land, dass zusammen hält und gemeinsam anpackt. Es geht um Menschen, die sich dem Schicksal nicht unterwerfen, sondern es selbst in die Hand nehmen.

So schlimm die Ereignisse waren, es gingen auch positive Dinge daraus hervor. Ein Gemeinschaftsgefühl, wie ich es in den Tagen nach dem Erdbeben erlebt habe, war für mich nie vorstellbar.

Ich möchte mit euch eine Dokumentation von und mit Pharrell Williams teilen, die den Fokus auf das Leben "danach" lenkt. Sehr inspirierend, wie ich finde. Vielleicht gefällt sie euch ja auch. Über einen Kommentar würde ich mich freuen.

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Teil 4:

Teil 5:

Eure Kirschblütenfee

Montag, 4. Februar 2013

Rückblick: Tokyo Disney Sea

Ein Highlight meiner letzten Reise (wenn auch nur auf den zweiten Blick typisch Japanisch) war:

Tokyo Disney Sea

 [sprich: tohkyoh disnieschie]

Als meine Gastfamilie mir freudig verkündete, dass wir nach "disnie schie" fahren würden, dachte ich an eine Kurzreise in ein Skigebiet. Da ich nur einmal in meinem Leben Ski gefahren bin (es war irgendwo in den Rocky Mountains) und dabei Höllenängste beim Runterdüsen erlebt habe, war meine erste Reaktion folgende: Nett lächeln und einen guten Grund ausdenken, nicht mitfahren zu müssen. 

Glücklicherweise war alles nur ein Missverständnis und es ging nicht in den Schnee, sondern nach Disney SEA!




Ich freute mich wie ein kleines Kind und als wir endlich ankamen war ich schon ganz hibbelig alles zu sehen.

  
Wie immer in den Disney Parks gibt es verschiedene Themenbereiche, u.a. ein extrem kitschiges Italien, ein begehbarer Riesenvulkan, eine Unterwasserwelt und einen Dschungel. 





 Die Unterwasserwelt gefielt mir besonders gut!  Und auch Pinnocchio war zauberhaft!


 Allerdings war es wirklich brechend voll mit Menschen und man musste bei den Achterbahnen (da gab es einige!) ziemlich lang stehen. Für alle um mich rum anscheinend gar kein Problem 1-2 Stunden in einer Schlange zu vertrödeln. Niemand verzog auch nur eine Mine. Japanische Gelassenheit eben.

Und wie zu Beginn erwähnt: Disney ist natürlich nicht Japanisch. Aber die Umsetzung dessen und den Hype der darum gemacht wird schon...

Das erste, was auffiel: Wirklich FAST JEDER (also auch die Jungs) trugen irgendwelches Disney Merchandise an sich. Besonders beliebt: Verrückte Kopfbedeckungen. 



  Und eine andere Besonderheit: Popcorn in diversen Geschmacksrichtungen. Und wenn ich schreibe diverse, dann meine ich das wirklich so...

Man kauft sich einen großen Plastikbecher in DIVERSEN Designs. Viele Eimer haben ein langes Stoffband an den Seiten und man trägt sie wie eine lange Kette um den Hals. Manche sind ein Körbchen.
(http://www.disneyhelper.com/storage/Disney%20Duffy%20Food.jpg?__SQUARESPACE_CACHEVERSION=1334972879007)

Überall im Park gibt es dann Popcorn, immer eine andere Sorte, die man sich in den Eimer füllen lassen kann. 

Schokolade, Karamell, Erdbeere, Pfeffer, Curry,  ...

Leider alles zu wahnsinnigen Preisen: Etwa 15€ für den Eimer (inkl. Inhalt) und dann für jede erneute Füllung nochmal 5€. Deshalb kann ich nichts zum Geschmack sagen...

Übrigens: Der Bär auf dem Korb war damals auch TOTAL angesagt und quasi überall. Ich kannte und kenne den Bär nicht, aber in Japan scheint er direkt zu Disney zu gehören. [Anmerkung: Mittlerweile wohl auch in anderen Ländern.] Überall im Park gab es kleine Fotopunkte, an denen man seinen  Bären in einen Sitz setzen und dann fotografieren konnte. Und nein, das taten nicht nur die Kinder! 

Die Attraktionen waren super und alles mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Der Indiana Jones Ride und 20.000 Meilen unter dem Meer war besonders toll. 

Dann gab es noch eine wirklich atemberaubende Show auf dem großen See. Viele Boote, viele Figuren, laute Musik und viele glückliche Gesichter. Hach ja...



Am Ende gab es noch ein schönes Feuerwerk und so ging ein aufregender Tag zu Ende.


Eure Kirschblütenfee